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US-Kriegsschiff und Flaggen
Kriegsschiff der US-Marine in Pearl Harbour, Hawaii. © 123RF Bildagentur Bennymarty.

Amerika will seine Macht ausüben

Während der letzten Wochen haben die Entführung des venezolanischen Präsidenten, der Anspruch von Donald Trump auf Grönland und die Proteste im Iran die internationalen Schlagzeilen beherrscht. Dabei blieb weitgehend unbeachtet, dass das amerikanische Kriegsministerium ein wegweisendes Dokument darüber herausgegeben hat, wo und wie die USA ihre militärische Macht in der Welt einsetzen wollen.

Wendelin Ettmayer | Kommentar | 13. Februar 2026

Unter dem Motto „Restoring Peace through Strength for a new Golden Age of America” legt die 2026 National Defense Strategy (NDS) fest, welche Schwerpunkte Washington gegenüber Freund und Feind setzen will. Praktisch handelt es sich um eine Durchführungsverordnung zur National Security Strategy, die Ende letzten Jahres herausgegeben wurde. Das neue Dokument ist eine Richtlinie für die Entscheidungsträger im Pentagon und die Spitzen der amerikanischen Streitkräfte

Schon in der Einleitung wird festgehalten, dass die US- Regierungen in der Vergangenheit die amerikanischen Interessen vernachlässigt haben. In der Vergangenheit ist man zu leichtfertig mit Militäreinsätzen umgegangen, hat Kräfte vergeudet für Scheinprojekte und Luftschlösser (Cloud-castle abstractions) wie eine „Regel-basierte Ordnung“. Der für wirkliche Kriege notwendige Kampfgeist wurde vernachlässigt, wo es doch darum gehen muss, zu kämpfen und zu gewinnen. Als Präsident Trump vor einem Jahr sein Amt antrat, war die Nation auf wirkliche Kriege nicht vorbereitet.

Unter der neuen Führung haben die USA die stärkste Militärmacht aufgestellt, die die Welt je gesehen hat. Diese Kräfte werden nicht in „endlosen Kriegen“ oder „Regime-change“ verzettelt. Das neue Motto lautet „Friede durch Stärke“. Aber auch wenn das Ziel Frieden lautet, darf man nicht zögern, jene Kriege zu führen, die für das Land notwendig sind. Diese Politik, die sich selbst „flexibler, pragmatischer Realismus“ nennt, lässt natürlich ihrerseits sehr wohl einen breiten Spielraum offen, wann und wo tatsächlich militärische Einsätze durchgeführt werden sollen.

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