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medienfoerderung

Freiheitsstatue New York
Die Fackel der Freiheitsstatue in New York diente als Analogie. © 123RF Bildagentur, Lindrik.

Brennen für die Freiheit Tibets

Als Reaktion auf die brutale Unterdrückung von Minderheiten durch China zündete sich ein Tibeter vor dem Sitz der UNO in New York an, während die Welt gleichgültig zusieht. Ein Gespräch über Selbstverbrennung, Tibet unter dem chinesischen Regime und dessen Zukunft mit dem Gründer des „Tibetan National Congress“.

Manfred Manera | Politik | 17. Juli 2026

Am Abend des 2. Juli 2026 schreitet in New York, an der Kreuzung der 42. Straße und der First Avenue, ein Mann mit einer großen tibetischen Flagge entschlossen voran. Er bleibt stehen und hisst sie vor dem Glaspalast der Vereinten Nationen. Er entfernt sich um ein paar Meter und zündet sich rasch an, während er Flugblätter verteilt, auf denen die Freiheit für Tibet gefordert wird. Er brennt einige Sekunden lang im Stehen, die so qualvoll sind, dass sie endlos erscheinen – inmitten allgemeiner Gleichgültigkeit, ohne dass der normale New Yorker Verkehr unterbrochen wird. Nicht ein einziger Autofahrer hält an, um Hilfe zu leisten.

All das wurde gefilmt, von ihm selbst, und dann ins Netz gestellt. (Das Video wird hier aus Gründen der Ethik und der Suizidprävention nicht verlinkt.)

Erst später treffen Sicherheitskräfte mit Feuerlöschern ein und löschen die Flammen. Bewusstlos wird der Mann ins Bellevue-Krankenhaus in Manhattan gebracht, wo er für tot erklärt wird.

Lobga Rangzen vor Cipriani Tibetan National Congress webLobga Rangzen vor dem Restaurant Cipriani in New York. © Tibetan National Congress.

Er hieß Lobga Rangzen und war ein nach New York eingewanderter Tibeter, der dort als Taxifahrer arbeitete. Der Name Rangzen ist ein angenommenes Pseudonym; auf Tibetisch bedeutet er „Unabhängigkeit“. Er war nämlich Vorsitzender des Tibetan National Congress, der sich für die Unabhängigkeit Tibets einsetzt.

Wir sprechen darüber mit Jamyang Norbu (77), einem prominenten tibetischen Intellektuellen mit Wohnsitz in New York. Er ist Schriftsteller (Autor von „Das Mandala von Sherlock Holmes“), ehemaliger tibetischer Guerillakämpfer aus dem Mustang-Tal in Nepal und Gründer des Tibetan National Congress – nach dem Vorbild des American Congress, der zur Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten führte.

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