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Spanische Flagge und Schild SOS Europe
Der Plan von Premier Sanchez, eine halbe Million Migranten einzubürgern, stößt in Spanien auf Widerstand. © 123RF Bildagentur, Gabriel Trujillo.

Das Ende des Multi-Kulti-Dogmas

In Davos wurde ein neues Paradigma zur Einwanderung eingeführt. Die Ära des Kapitalismus à la „United Colours of Benetton” ist vorbei. Amerika vollzieht einen Kurswechsel. In Europa bleiben die Türen offen, doch die inneren Konflikte eskalieren zusehends.

Manfred Manera | Gesellschaft, Politik | 27. Februar 2026

Im Januar 2026 kam es beim Gipfeltreffen des Großkapitals im Schweizer Davos zu großen Umwälzungen. Einerseits lehnte die neue US-Regierung die Agenda zum Klimawandel ab und bezeichnete sie als den größten Betrug des Jahrhunderts. Andererseits war Larry Fink, Präsident des WEF und CEO von BlackRock, der größten Investmentbank der Welt mit einer Bilanzsumme, die der eines G7-Landes entspricht, noch revolutionärer. In einer Konferenz stellte er alle Paradigmen zur Einwanderung, die bisher vom Großkapital vertreten wurden, auf den Kopf. Fink erklärte, dass Einwanderung nicht mehr eine Ressource sei, wie zuvor in der Welt der Großfinanz behauptet wurde, und dass die multikulturelle Gesellschaft nicht mehr das anzustrebende Ideal sei. Der große Boss, bei dem sich die Regierungschefs die Klinke in die Hand geben, erklärte, dass eine übermäßige Einwanderung von schwer assimilierbaren Bevölkerungsgruppen mehr Schaden als Nutzen bringe und dass eine Nation mit einer homogeneren Bevölkerung stattdessen mehr Harmonie und Vorteile genießen werde. Jahrzehntelange multikulturelle Propaganda wird also aufgegeben.

Commons Keir Starmer Fink webDer britische Premier Keir Starmer suchte Larry Fink in dessen Büro in New York auf. © CommonsWikimedia.

Larry Fink erklärte vor der versammelten Wirtschafts- und Polit-Elite sogar, dass fremdenfeindliche Nationen wie Japan in der Zukunft größere Erfolgschancen haben werden. In Japan ist man traditionell gegenüber Einwanderung verschlossen und zieht es vor, für die einfachen Arbeiten Roboter einzusetzen, anstatt Einwanderer aus unterschiedlichen Kulturen. Larry Fink sagte auch, dass diese Gesellschaften mit weniger Einwanderern weniger Probleme mit Arbeitslosigkeit und den damit verbundenen möglichen Unruhen haben werden, wenn Roboter den Menschen ersetzen. Auch China hat eine deutlich fremdenfeindliche Haltung, wie eine Werbung für ein Waschmittel vor einigen Jahren zeigt, die für ein westliches Publikum undenkbar wäre, und es bewegt sich mit großen Schritten auf eine weitreichende Automatisierung seiner Wirtschaft zu.

 Es wird eine Welt sein, in der Roboter den Menschen bei den einfachsten Aufgaben ersetzen werden. Bereits jetzt verbreiten sich weltweit „Dark Factories”, Fabriken im Dunkeln, in denen kein Licht benötigt wird, da es keine menschlichen Arbeiter gibt.

 Die Äußerungen von Fink folgen auf den Kurswechsel Donald Trumps, der Amerika auf einen neuen Weg führt und Jahrzehnte des Multikulturalismus und des Lobes des „Schmelztiegels” revidiert. Wie sein Außenminister Marco Rubio jüngst auf der Sicherheitskonferenz in München bekräftigte, will der neue Kurs Amerikas die europäische Identität der Vereinigten Staaten und insbesondere ihre angelsächsische Kultur als Kernstück der Nation bewahren und erhalten. Und die Trump-Regierung hat eine aggressive Politik der Blockade unkontrollierter Einwanderung und der Rückführung illegaler Einwanderer auch mit brutalen Methoden eingeleitet. 

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