
Der Kampf gegen die toskanischen Windmühlen
Die weltberühmte Landschaft der Toskana und Umbriens ist im Namen der „grünen“ Agenda durch gigantische Windkraftprojekte bedroht. Doch die Bewohner wehren sich.
Wäre Cervantes noch am Leben, würde er seinen Don Quijote in Italien und nicht in Spanien ansiedeln. Scharen neuer Don Quijotes erheben sich, um die Invasion der italienischen Landschaft durch die neuen Windmühlen zu bekämpfen – und diese sind wahrhaftige Riesen: die Windräder des „Green Deal“, der grünen Wende. Die Don Quijotes von heute sind Idealisten, aber weit weniger verrückt als Cervantes’ Figur, denn die Gefahr ist real und nicht imaginär.
Italien gilt seit jeher als der Garten Europas. Hier findet sich mehr als die Hälfte der in Europa existierenden Flora, 5.600 verschiedene Pflanzenarten auf einer Fläche von nicht einmal 3 Prozent des gesamten europäischen Kontinents. Die italienische Halbinsel ist, wie Reisende des 18. Jahrhunderts berichteten – darunter Johann Wolfgang von Goethe, der auf seiner Italienreise die Theorie der Urpflanze entwickelte –, ein Garten, dessen Umzäunung die Alpen bilden.
Artikel 9 der italienischen Verfassung schützt neben dem künstlerischen Erbe auch die Landschaft. Diese ist nun durch die Politik des „grünen“ Wandels ernsthaft bedroht. Insbesondere in der Toskana, einer Region, die seit Jahrtausenden von Menschenhand gepflegt wird und über eine äußerst reiche Artenvielfalt verfügt.

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