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Lenin Statue
Monumentale Statue Lenins am Lenin-Platz in Wolgograd. © Commons, Anton Ruiter.

Der säkulare Anti-Gott

Während säkulare Ideologien behaupten, sie kämen ohne Glaubensbekenntnisse aus, so steckt meist mehr Religiosität darin als gedacht. Das ist dann ein Problem, wenn Glaube nicht als Glaube reflektiert, sondern als etwas rein Rationales ausgegeben und zur Welterklärung gemacht wird.

Jan David Zimmermann | Gesellschaft, Wissenschaft | 24. Juli 2026

Theologisch gesehen (christlich bzw. monotheistisch) ist Gott die unteilbare Einheit, Einfachheit und Einzigkeit, also etwas Absolutes. Dieses Absolute hat Theologie wie Philosophie sowie ihre Schnittbereiche lange und oft beschäftigt. Der englische Benediktinermönch Anselm von Canterbury etwa beschrieb Gott als das Größte, über das man nichts Größeres denken könne. (“that than which a greater cannot be thought”). Bei Thomas von Aquin ist Gott in dieser Absolutheit nun selbst das Sein; Gott ist folglich nicht bloß, sondern Gott und Sein fallen in eins.

Auch der Philosoph Hans Blumenberg befasste sich mit der Frage nach dem Absoluten, wenn auch in begriffsphilosophischer Weise. So spricht er in seiner Metaphorologie etwa von absoluten Metaphern, das sind Sprachbilder, die sich nicht mehr in die Logizität holen lassen und immer Metapher bleiben, z.B. „die Welt“ (als Ganzes) und dadurch eine ähnliche Qualität besitzen wie das Absolute im theologischen Sinne.

Doch wie verhält es sich in diesem Zusammenhang mit dem Gegensatz zu Gott: zum Teufel und dem Bösen?

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