Der Zug der Lemminge
Zuerst war es die „grüne Wende“ und die Wirtschaft wurde von der Politik in Richtung Strom gelenkt. Förderwahn, Kostenexplosion und mangelnde Nachfrage ließen einige wieder den Rückwärtsgang einlegen. Nun wird eine neue Marschrichtung ausgegeben: Kriegswirtschaft! Doch dafür braucht es eines: Krieg.
Die kürzlich zu Ende gegangene und kolossal gescheiterte „Klimakonferenz“ in Brasilien zeigte den Europäern überdeutlich, was der Rest der Welt längst wusste: der Popanz der CO2-Neutralität samt propagiertem Ende der fossilen Energie ist längst zu Ende. Er ist gescheitert an der Realität. So etwa an der einfachen Rechnung, dass mit Wind und Sonne allein keine hochindustrialisierten und -technisierten Gesellschaften und Wirtschaften am Laufen gehalten werden können. Selbst mit Unterstützung der wundersam zur „grünen“ Energie umlackierten Atomkraftwerke.
Das Ergebnis der jahrelangen krampfhaften Bemühungen vor allem der europäischen Länder ist mehr als ernüchternd: Ihre eigene Wirtschaft schrumpft, weil sie zu großen Teilen wegen explodierender Energie- und Umweltkosten nicht mehr wettbewerbsfähig ist. Im Gegensatz dazu gibt es sonst auf der Welt mehr Kohle- und Ölkraftwerke als zuvor. Alte, schrottreife Atommeiler, die eigentlich längst abgeschaltet werden sollten, laufen nun weiter, neue werden eifrig gebaut. Die größten Länder der Erde pfeifen auf die apokalyptischen Szenarien der Klimakatastrophe, verzichten keinesfalls auf fossile Energie. Auch nicht China, das die Abwesenheit der USA nutzte und sich in Belém als grünes Vorzeigeland präsentierte.
Und nun? Was nun? Es herrscht Ratlosigkeit.
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