Die Doppelstandards des „Werte-Westens“
Der eine Angriffskrieg wird sanktioniert, der andere nicht, sondern sogar unterstützt. Das eine Öl ist gut, das andere böse. Der eine Präsident ist ein Kriegsverbrecher, der andere ist Terrorist, aber ein „Präsident“. Offene Fragen an den „Werte-Westen“ und seine Doppelstandards.
Der Angriff auf den Iran über Nacht hat viele Menschen irritiert und spaltet seither die Gemüter. Der Iran begeht selbst seit Jahrzehnten Menschenrechtsverletzungen. Er wurde wiederholt verurteilt, etwa von der UN-Generalversammlung, wegen Folter, Hinrichtungen selbst Minderjähriger, Unterdrückung von Frauen und anderer Verbrechen. Und der Iran hat als ein deklariertes Ziel, Israel zu vernichten, feuert Raketen ab und unterstützt seit Jahren die Terrororganisationen Hamas und Hisbollah.
Doch rechtfertigt dies, dass ein Staat, der sich auf der Seite des Völkerrechts und der Humanität sieht, selbst internationales Recht bricht, einen Staatenführer ermordet und Bombenangriffe auch auf zivile Ziele startet, wie etwa jene Mädchenschule, in der 170 Menschen starben? Begibt sich der „Westen“ als selbstdefinierter Hort des Rechtsstaates und der Humanität damit nicht auf dieselbe Stufe wie dieses Unrechtsregime?
Der Angriff auf den Iran und andere Vorfälle der letzten Jahre werfen viele Fragen auf und ein schlechtes Licht auf den selbsternannten „Werte-Westen“. Denn die Welt beobachtet genau, wie hier agiert wird, und schon lange wirft man ihm vor, Doppelstandards anzulegen. Zeigt dieser Angriff nicht vielmehr exemplarisch vor, dass diese sonst hochgehaltenen Grundsätze nicht für alle gelten?
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