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Plakat an Baum mit Aufschrift Fuck Hamas
Anti-Hamas Plakat in Lynwood, Washington, Februar 2024. © CommonsWikimedia, PinchyCC.

Die Muslimbrüder verbieten? Trump macht ernst

In den USA nimmt ein Verbot der Muslimbruderschaft erstmals konkrete Gestalt an. Die Trump-Administration scheint fest entschlossen, die islamistische Bewegung und ihre Ableger auf die Terrorliste zu setzen. Ein zentraler Auslöser: das Massaker an überwiegend jüdischen Israelis am 7. Oktober 2023, das von der Hamas – dem palästinensischen Zweig der Muslimbrüder – geplant und verübt wurde.

Stefan Beig | Politik | 28. November 2025

Ein Verbot der Muslimbrüder? Diese Frage spaltet seit Jahren Forschung und Politik. Die Muslimbruderschaft ist eine 1928 in Ägypten gegründete islamistische Bewegung, die weltweit Ableger und Einflussnetze aufgebaut hat. Im Westen ist sie bisher nicht durch Terroranschläge aufgefallen. Jetzt aber scheint Washington mit einem Verbot erstmals ernst zu machen: Die US-Regierung will die Bewegung offiziell auf die Terrorliste setzen und hat ein entsprechendes Verfahren gestartet. Dahinter stehen mehrere Gründe – zunächst die zweite Präsidentschaft Donald Trumps. Persönlichkeiten aus seinem Umfeld hatten sich schon vor zehn Jahren, damals noch unter Präsident Barack Obama, vergeblich für diesen Schritt stark gemacht.

Der eigentliche Wendepunkt war jedoch der 7. Oktober 2023: An diesem Tag verübte die Terrororganisation Hamas, der palästinensische Zweig der Muslimbrüder, das größte Massaker an Juden seit dem Holocaust.

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