Die UNO in der Krise
US-Präsident Trump hatte die UNO bei seiner Rede harsch kritisiert. Er hatte schon zuvor alle Zahlungen gestoppt und die Organisation in eine Finanzkrise gestürzt. Ein Manöver? Hat er Recht? Und ist die UNO noch zeitgemäß? Eine Analyse.
Die Rede des US-Präsidenten bei der 80. UN-Vollversammlung in New York hatte es in sich. Und die UNO hatte sich dieses Jubiläum wohl anders vorgestellt. Von Feierstimmung keine Spur, dafür harsche Kritik an der Institution. So kritisierte er, dass bei all seinen Friedensbemühungen die UNO ihn in keiner Weise unterstützt hätten, obwohl dies eigentlich ihre Aufgabe sei. Und tatsächlich hatte Trump zuletzt etwa im Nahost-Konflikt beeindruckende Vorschläge gemacht und vieles Richtung Frieden in Bewegung gebracht.
Aber auch im Hinblick auf die Ukraine hatte er Initiativen gesetzt, die jedoch nicht zuletzt wegen Querschüssen aus Europa scheiterten. Und das nahm Trump den Europäern sichtlich übel, aber auch der UNO, die bei all dem nicht präsent war. „Ich habe nicht mal einen Anruf von der UNO bekommen, um Hilfe anzubieten“, ätzte Trump in Richtung UN-Generalsekretär António Guterres, der hinter ihm saß. Sie hätten ein großes Potential, würden dies aber nicht nützen. Sie hätten keine Verhandlungen geführt. „Was ist denn dann der Zweck der Vereinten Nationen“, fragte er?
Die UNO wurde gegründet, um die Welt friedlicher zu machen. Die Grundidee der UNO, der Vereinten Nationen, geht auf das Jahr 1941 zurück, mitten im Zweiten Weltkrieg, mit dem Ziel, „die Menschheit von der Geißel des Krieges zu befreien“. Auf dem britischen Schlachtschiff „Prince of Wales“ saßen US-Präsident Theodore Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill beisammen und beschlossen einen Plan, das nationalsozialistische Deutschland zu zerschlagen, Hitler zu entmachten und der Welt den Frieden zu bringen. Um diesen Frieden abzusichern, würden sie selbst, also die USA und Großbritannien, als eine Art Weltpolizei darüber wachen.
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