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© Bild:123RF Bildagentur; sbmh765.

Freies Geld für freie Menschen

Die Atlas-Initiative startet eine Initiative zur Rettung des Bargelds, gegen den Zwang zum digitalen Zentralbankgeld und für echten Währungswettbewerb.

Mag. Walter Schönthaler | 28. November 2025

Die Initiative “Freies Geld für freie Menschen” der Atlas-Initiative stützt sich insbesondere auf eine 230-seitigen, umfassenden und detaillierten Analyse des derzeitigen ungedeckten Fiat-Geldsystems und seiner zerstörerischen Wirkung auf den Wohlstand der Menschen.

In der Initiative “Freies Geld für freie Menschen” erläutert Benjamin Mudlack, Vorstandsmitglied der Atlas-Initiative und Autor der neuen Geldbibel “Neues Geld für eine freie Welt - Warum das Geldsystem kein Herrschaftssystem sein darf”, warum die durch die Aufblähung der Geldmenge (”Inflation”) verursachte Teuerung oft auch als “Sondersteuer für Arme” bezeichnet wird.

Die Broschüre “Stoppt die Grauen Herren” listet “die 10 Untaten der grauen Herren” detailliert und für den interessierten Laien im Klartext auf:

“Die 10 Untaten der EZB“

  1. Inflation (Aufblähung). Die Euro-Geldmenge wurde seit 1999 beinahe vervierfacht. Die Konsequenz: 1 Euro hat heute nur noch etwa den reinen Tauschwert von 29 Cent.
  2. Enteignung: Die Ausweitung der Geldmenge enteignet die Menschen schleichend. Was Sie einmal an Geldkaufkraft besaßen, besitzen Sie nun nicht mehr.
  3. Täuschung: Die EZB spricht von “Inflation“, meint aber Teuerung, die maßgeblich durch die “Inflation”, d.h. die Aufblähung der Geldmenge, von ihr selbst verursacht wurde.
  4. Propaganda: Immer wieder hören wir: “Wir müssen mehr Schulden machen!” Aber wer soll diese Staatsschulden denn zurückzahlen? 
  5. Ausbeutung: Es erfolgt eine Umverteilung von unten nach oben durch den Cantillon-Effekt. Wenn neues Geld “gedruckt” wird, profitieren zuerst die, die nah an der Geldquelle sitzen: Staaten, Banken, Großunternehmen. Bis das neue Geld bei den Menschen in der Realwirtschaft, insbesondere dem Mittelstand ankommt, sind die Preise durch die Geldverdünnung oft schon gestiegen. 
  6. Ständig neue Rechtsvorschriften für “die 3 Ks”: [Krieg, Klima und Krankheit (Covid/ mRNA)] werden als Vorwand zur Setzung immer restriktiverer Rechtsnormen benutzt.
  7. Unlauterer Wettbewerb: Es wird unsachliche Propaganda gegen Bargeld und Bitcoin betrieben. 
  8. Raubzug: Die Leitzins-Erhöhung von 0 (Null) auf 4,5 Prozent belastet. Mit dem Wechselspiel aus lockerer und härterer Geldpolitik erzeugte die EZB künstliche Konjunkturzyklen, die die Realwirtschaft schädigen. 
  9. Wohlstandverringerung: Der Anstieg des Leitzinses belastet die Wirtschaft extrem, führt zur Schwächung der Wirtschaft, verringert den Wohlstand und schädigt massiv die Umwelt.

EZB Frankfurt from northeast Commons Gerda Arendt webDas Gebäude der EZB in Frankfurt. © CommonsWikimedia, Gerda Arendt.

Im Zuge ihres Hyper-Interventionismus bedient die EZB überwiegend die Elite-Interessen der Finanzelite (Lobbygruppen, große Banken und Vermögensverwaltungen) und nicht den Menschen in der Realwirtschaft. Hyperinterventionismus bedeutet in letzter Konsequenz den Gang in die totale Plan- und Kommandowirtschaft.

Zentralbanken dürfen nicht nur - wie gewöhnliche Geschäftsbanken - Fiat-Geld durch Kredite (Schulden) "aus der Luft” erschaffen. Zentralbanken haben sich zusätzlich - ohne demokratische Legitimation - das Recht genommen, den Leitzins festzulegen, womit sie die Realwirtschaft über Konjunkturzyklen manipulieren können.Der Leitzins ist jener Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld bei einer Zentralbank leihen beziehungsweise es dort anlegen können. Die willkürliche Festlegung des Leitzinses führt zu unnatürlichen Boom- und Bust-Zyklen. 

Geld drucken ohne Ende

Seit der Abschaffung des “Goldstandards” (=Deckung des Papiergelds durch Gold zu einem fixen Preis) durch US-Präsident Richard Nixon im Jahr 1971 können die Zentralbanken Geld drucken, so viel sie wollen. Nur so können Kriege dauerhaft finanziert werden.

Seit dem Beinahe-Crash im Zuge der Finanzkrise 2008 steuert das derzeitige Fiat-Geldsystem zügig seinem Ende zu. Daher arbeiten Zentralbanken an der Einführung eines neuen Fiat-Geld Systems, dem Digitalen Zentralbankgeld bzw. dem “Digitalen Euro”.

Wenn es nach den Zentralbanken geht, soll das Digitale Fiat-Zentralbankgeld (Central Bank Digital Currency, CBDC) so rasch als möglich das derzeitige Fiat-Geldsystem ersetzen.

Gefahr Digitaler Euro

Das steht derzeit in der EU-Verordnung zur Einführung des digitalen Euro: Die verantwortlichen Politiker und EZB-Funktionäre beteuern zwar, dass es weder einen individuell programmierbaren Euro, noch eine Beschränkung der Gültigkeit geben wird. Aber was in der EU-Verordnung steht, lässt genau das befürchten.

Dominik Kettner analysiert in dem im September 2025 veröffentlichten Buch “Der digitale Euro - die größte Enteignung der Geschichte” die geplante Enteignung des Mittelstands durch den digitalen Euro, ein “Geld” mit Annahmezwang, Verfallsdatum und “bedingten Zahlungsvorgängen” im Vorschlag für eine Verordnung des europäischen Parlaments und des Rates zur Einführung des digitalen Euro. Das findet sich (man muss mit der Lupe suchen!) in der EU-Verordnung:

Artikel 15 (1) Der digitale Euro ist kein Wertaufbewahrungsmittel, denn lt. Artikel 15 (1)“… kann die Nutzung des digitalen Euro als Wertaufbewahrungsmittel beschränkt werden.” Das bedeutet, dass Sparen, die Basis des Mittelstands zur Vermögensbildung, mit dem Digitalen Euro nicht mehr möglich sein wird.

Artikel 16 (8) Unverzinst: “Im Rahmen dieser Verordnung ist der digitale Euro unverzinst.” Das bedeutet, dass Sparen und Vermögensbildung nicht nur unmöglich, sondern auch sinnlos wird.

Artikel 7 (3) Annahmezwang: Die Verpflichtung zur Annahme des digitalen Euro bedeutet, dass der Zahlungsempfänger eine Zahlung mit digitalen Euro nicht ablehnen darf. Das heißt, der digitale Euro hat einen gesetzlich garantierten Wettbewerbsvorteil gegenüber dem derzeitigen gesetzlichen Bargeld und Bitcoin, für die kein faktischer Annahmezwang besteht.

Doch programmierbar?

Artikel 24: Die EZB kann die Funktionen für den digitalen Euro bereitstellen, die für die Ausführung bedingter Zahlungsvorgänge (?) erforderlich sind. Aber: Was sind “bedingte Zahlungsvorgänge? Es heißt zwar, dass der digitale Euro nicht programmierbar sein soll, aber ist das Durchführen von Zahlungsvorgängen, die von “Bedingungen” abhängig sind, nicht nur ein anderer Begriff für einen programmierbaren Euro?

Artikel 29: Zahlungsdienstleister überprüfen, ob es sich bei den Nutzern des digitalen Euro um gelistete Personen oder Organisationen (?) handelt. - Wer ist eine “gelistete Person”? Wäre ein Kritiker der Regierung eine “gelistete Person? Wer entscheidet das, und mit welchem Recht?

Die Einführung des Digitalen Zentralbankgeldes (englisch: Central Bank Digital Currency, CBDC) und dann später eines Digitalen Euros birgt massive Gefahren für das Privatleben, das ökonomische und politische Leben. Die Petition der Atlas-Initiative appelliert an alle Menschen in der EU, an die Regierungen der EU und an das EU-Parlament: Sorgen wir dafür, dass unsere Gemeinschaft eine Gemeinschaft freier Menschen ist, die die Wahl hat, mit welchem Geld sie zahlen möchte: Freies Geld für freie Menschen.♦

Zum Weiterlesen:

Mag. Walter Schönthaler

Gastautor bei Libratus

Mag. Walter Schönthaler war Mitglied der Geschäftsführung von Darbo, CEO von Felix-Austria, Geschäftsführer der Spitz Gruppe, Vorstand der Josef Manner & Comp. AG (Wien), Vorstand der PEZ International AG und Leiter Konzern-Marketing der TÜV AUSTRIA Gruppe.
Er lehrte an der Fachhochschule Wiener Neustadt, leitete einen MBA-Lehrgang der Zukunftsakademie Mostviertel, unterrichtete an der Webster Vienna Private University und an der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM).
Er ist Autor mehrerer Bücher und Gründer und Redakteur des Mittelstandsblogs.

www.mittelstandsblog.blog

 


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