Gehorsam ist teuer - Widerstand lohnt sich
Am Preis für Energie hängen Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit, wirtschaftlicher Erfolg und letztlich (sozialer) Frieden. Die EU hat sich jedoch für einen Energie-Engpass, grüne Wende und explodierende Energiekosten entschieden. Doch einige Länder halten dagegen und wahren die Interessen ihrer Bürger.
Viktor Orbán hat es geschafft – wie vor ihm Giorgia Meloni und Robert Fico. Sie können/dürfen weiterhin billige Energie importieren, und die kommt vor allem aus Russland. Dem Land, dem auch das 19. Sanktionspaket nicht ernsthaft schaden konnte. Dem Land, das auf schier unerschöpflichen Ressourcen von Öl, Gas und Uran sitzt. Und das sich aussuchen kann, wem es diese Schätze liefert. In den letzten Jahrzehnten war dies vor allem Europa, und es war eine der Grundlagen für den beispiellosen Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg. Beide, die USA und Russland – damals noch die Sowjetunion – halfen somit direkt oder indirekt, dass Europa wieder auf die Beine kam.
Jetzt hat sich die Lage umgekehrt. Den Auftakt machte die Sprengung der Pipeline Nord Stream, deren wahre Urheber noch immer nicht mit Sicherheit bestimmt werden konnten. Unter Verdacht stehen Polen und die Ukraine unter zumindest Mitwisserschaft der USA. Die Pipelines sind der neuralgische Punkt für Länder ohne Meereshäfen, wie etwa Österreich oder Ungarn. Und die Lieferung ist billiger und effizienter als über das Meer. Das sehen wir nun beim sündteuren LNG-Gas.
Nord Stream sollte die Ukraine umgehen, die hohe Transitgebühren verlangte und dazu noch erhebliche Mengen Gas abgezweigt hatte. Einer der Streitpunkte im Konflikt zwischen den beiden Ländern. Die Pipeline durch die Ukraine versorgte Österreich und Deutschland, sowie Teile Italiens, die Slowakei und Ungarn mit Gas.
Pipelines nach Österreich. © WikiMedia, Quelle: Österr. Energieagentur.
Mit Ende des Vorjahres hatte sich die Ukraine geweigert, den Transitvertrag zu verlängern. Um dem zuvorzukommen, dass ausgerechnet die Ukraine, die von Europa mit Milliarden unterstützt wird, uns den Gashahn zudreht, stieg kurz zuvor die OMV aus dem Vertrag unter einem Vorwand aus. Es wurde die Klimafrage benutzt, man wolle eben kein „schmutziges“ Gas mehr, und man wolle auch den Krieg nicht unterstützen. Dass die USA und andere Länder weiterhin Uran und auf Umwegen Öl und Gas aus Russland zu billigen Preisen importierten, und zwar in gesteigertem Ausmaß, erzählte man den Bürgern nicht.
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