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Gemüsegarten im Sommer
© Bild:123RF Bildagentur; Al Amin Mian.

Humus als Mittelpunkt der Erde

In der regenerativen Landwirtschaft geht es um die Steigerung der Bodenfruchtbarkeit und die Belebung des Bodens – damit geht sie völlig andere Wege als die konventionelle Landwirtschaft. Die österreichische „Humusbewegung“ hat es sich zum Ziel gesetzt, dieses Wissen unter Landwirten zu verbreiten.

Susanne Wolf | Gesundheit | 03. Oktober 2025

Litschau im nördlichen Waldviertel: Bio-Landwirt Hubert Stark befasst sich auf seinem Bauernhof mit dem Erhalt gesunder Böden durch Humusaufbau. „Humus steht für lebendige Erde“, erklärt Stark, während er konzentriert in der Erde wühlt. „In der regenerativen Landwirtschaft geht es darum, Böden wieder zu beleben und Humus aufzubauen.“

Humus wird durch Bodenorganismen, aus abgestorbenen Pflanzen und anderen Lebewesen aufgebaut. Hubert Stark hat die Humusbewegung mitgegründet, um sein Wissen an andere Landwirte weiterzugeben. Bereits 2007 wurde er Teil des Humus Plus-Projekts der Ökoregion Kaindorf, später lernte er bei Dietmar Näser, einem der Pioniere der regenerativen Landwirtschaft. „Mir war nicht klar, wie viel es bei der Bodenbearbeitung zu beachten gibt“, sagt der Landwirt.

Für den Humusaufbau sind vier Schritte ausschlaggebend: Düngung mit Kompost, minimale Bodenbearbeitung, Dauerbegrünung sowie Fruchtfolge und Mischkulturen statt Monokulturen. Stark kritisiert, dass dieses Wissen in den landwirtschaftlichen Ausbildungsstätten kaum gelehrt werde.

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