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Yen Banknoten und Münzen
© 123RF Bildagentur, Bigy00.

Japans Währungskrise ist auch Amerikas Problem

Die USA halfen in einer beispiellosen Aktion dem japanischen Yen, um ihn vor dem Absturz zu retten. Doch die Rettungsaktion nützt vor allem den USA. Japans Probleme, die von der Politik der USA mit verursacht wurden, lösen sie nicht.

Eva Pfisterer | Wirtschaft | 28. August 2026

Es war die spektakulärste Währungsintervention der Geschichte: Am 30. Juli 2026 gab Japan 59 Milliarden Dollar aus, gefolgt von 34 Milliarden am nächsten Tag, um den Yen zu stützen. Nur einen Tag später intervenierten die USA. Am 31. Juli kaufte das amerikanische Finanzministerium um 10 Milliarden Euro japanische Yen und verkaufte dafür keinen einzigen Dollar. Zum ersten Mal seit 1998 halfen die USA, den Yen zu stützen.

Dennoch konnte dieser historische Eingriff der USA auf die japanische Währung den Absturz des Yen nicht dauerhaft stabilisieren. Die Hilfe von Präsident Donald Trump war aber kein Akt der Freundschaft. Der Yen wurde nur kurzfristig von einem 40-Jahres-Tief von rund 164 Yen je US-Dollar auf 157 Yen gedrückt. Der Effekt des Eingriffs verpuffte aber in wenigen Tagen. Ökonomen rechnen noch im September mit einer Zinserhöhung der Bank of Japan auf 1,25 Prozent.

Freundschaft trotz Pearl Harbour

Aber warum plötzlich dieser Altruismus? Oder ist es gar keiner? Nein, das war kein Akt der Freundschaft. An Bord der Präsidentenmaschine von Journalisten befragt, versuchte Trump, die wahren Ursachen zu verschleiern und begründete die größte Währungsintervention der Geschichte mit den guten Beziehungen zu Japan: „Sie haben einen schwachen Yen und wollen etwas Unterstützung. Wir sind immer für Japan da". Und Trump fügte noch hinzu: „Japan war sehr gut zu uns, mit der Ausnahme von Pearl Harbour.“

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