Kinderschutz und die Doppelbödigkeit der Politik
Kinderrechte und Kinderschutz sind in unserer Gesellschaft und Gesetzgebung ein hohes Gut. Theoretisch. In der Praxis sieht dies oft ganz anders aus. Kinderschutz ist mitunter ein Vorwand für andere Ziele, auch für Übergriffigkeiten des Staates oder Erwachsener. Eine Analyse.
In einer auf Sicherheit bedachten Gesellschaft ist „Schutz“ ein wirksames Argument und wird vielfältig in der Propaganda eingesetzt. Es ist ein alter Trick, dass durch eine vermeintlich gute Sache ein ganz anderes Ziel erreicht wird, das sonst nie durchgesetzt werden könnte. So etwa haben schon Herrscher des Mittelalters ihre Gefolgsleute für ihre Machterweiterung durch Kriege eingespannt, indem sie schreckliche Feindbilder erzeugten. In der modernen Zeit funktioniert diese Technik immer noch.
Hier geht es eben häufig darum, dass Vater Staat seine Bürger vor irgendeiner Gefahr „schützen“ will – ganz besonders „schutzbedürftig“ sind bekanntlich Kinder. Und so werden sie besonders häufig als Argument eingesetzt, um politische Ziele zu erreichen.
So etwa wird seit Jahren vor Handel mit Kinderpornos und Kindesmissbrauch im Internet gewarnt. Dies ist tatsächlich ein schreckliches Verbrechen, weil es reale Opfer gibt, an denen andere verdienen und die Konsumenten sich daran …. Man will es gar nicht benennen, was hier passiert.
Diese realen Verbrechen wurden als Argument verwendet, um die sogenannte „Chatkontrolle“ einzuführen: Es sollten alle Nachrichten auf allen Social-Media-Kanälen systematisch auf derlei Darstellungen untersucht werden. Als Trefferquote wurde 99,9 Prozent angegeben. Wer will da dagegen sein?
Bei näherer Betrachtung sieht die Sache allerdings anders aus.
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