Männerbilder
Daphne Hruby trat an dieser Stelle für eine „differenzierte Männlichkeit“ ein. Dieser Beitrag soll sich aus männlicher Sicht dem Thema Männlichkeit bzw. toxische Männlichkeit annehmen und dabei jüngste Diskurse um diese Begriffe kritisch aufgreifen.
Die Männlichkeit scheint offensichtlich in der Krise zu sein, zumindest wird das wiederholt behauptet und diskutiert. Und in der Tat komme ich selbst nicht umhin, das ebenso zu sehen. Die Frage ist nur: was bedeutet das konkret und auf welche Themen und Phänomene fokussiert man dabei? Ist es gut, dass die Männlichkeit in einer Krise ist (wie wohl Akteure aus bestimmten aktivistischen Kreisen meinen würden), oder ist es für die Gesellschaft eher problematisch?
Daphne Hruby beschreibt in ihrem Libratus-Beitrag kritisch, dass, immer wenn Männer sich gegenüber Frauen massiv fehlverhalten oder gar straffällig werden, vergewaltigen, ja, im schlimmsten Fall – Stichwort Femizid – (ihre) Frauen oder Ex-Partnerinnen ermorden, der Begriff der „toxischen Männlichkeit“ vorgebracht wird; sozusagen als generelles Erklärungsmodell. Hruby meint, dass damit jedoch einer wirklichen Ursachenforschung und der Spezifik der jeweiligen Fälle und Phänomene entgegengewirkt wird, obwohl es zumeist keine Einzelfälle sind.
Unbegrenzter Zugang zu allen Inhalten
Gratis Testabo für 4 Wochen
Ein Monatabo oder das
günstigere Jahresabo
Sie sind bereits Libratus-Abonnent?
Melden Sie sich hier an: