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Goldbarren
© 123RF Bildagentur, Tverdohlib.

Misstrauen gegen den „Schatzmeister“ USA

Das Vertrauen in die USA sinkt, man befürchtet Enteignung. Die europäischen Staaten und auch Indien ziehen ihre Goldbestände aus den USA ab. Österreich ist nicht betroffen. Deutschland wagt den Abzug seines Goldes nicht.

Eva Pfisterer | Wirtschaft | 18. September 2026

Die niederländische Zentralbank hat vor kurzem 86 Tonnen ihrer Goldreserven aus New York und Ottawa abgezogen. Frankreich und Indien folgten. Die Angst steigt, dass die USA das Gold als politisches Druckmittel verwenden könnte. Der größte Teil der deutschen Goldreserven befindet sich in den USA. Die „Bild“ - Zeitung lautstark: „Holt sofort unser Gold zurück“. Doch auch Experten fordern das. 

Die Rückholung von Goldreserven aus den USA wird derzeit auch in anderen europäischen Staaten diskutiert. 

Frankreich zog bereits zu Beginn des Jahres seinen Bestand von 129 Tonnen aus New York ab. Die Bestände wurden zuvor dort verkauft und durch international handelbare Barren ersetzt, die nun in Paris liegen. Österreich muss sein Gold nicht aus den USA zurückholen: Es liegt dort seit jeher keine einzige Unze. Ewald Nowotny hatte als Gouverneur der Nationalbank (2008-2019) dafür gesorgt, Österreichs Goldbestand in Österreich selbst zu lagern. 

Der Vertrauensverlust europäischer und anderer Staaten in früher vermeintlich sichere Anlagen kommt jedoch auch von der zunehmenden Nutzung des US-Dollars und des amerikanischen Zahlungssystems SWIFT als wirtschaftliche Waffe.

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