Orbáns Abgang als Zeitenwende in Europa
Der Sieg von Péter Magyar in Ungarn ist ein Meilenstein in der EU-Geschichte. Die Einschmelzung der Nationalstaaten und ein zentralistisches Europa scheint unaufhaltbar.
Nun ist es also geschehen. Viktor Orbán, der Ungarn seit 2010 sehr erfolgreich regierte, hat die Wahlen verloren. Es ist mehr als nur ein Regierungswechsel: Es ist eine Zeitenwende in Europa, und das ist der Grund, warum alle Welt gebannt auf diese Wahlen starrte. Hier entschied Sieg oder Niederlage über die Frage, ob die EU ihr großes Projekt, eine globale Großmacht zu werden, vorantreiben kann oder steckenbleibt.
Denn die Voraussetzung dafür ist eine weitere politische Nivellierung der Mitgliedsstaaten. Orbán war derjenige, der dagegen Widerstand leistete, und den Widerstand vieler anderen Kräfte in Europa organisierte und anführte. Das ist nun vorerst vorbei. Vorerst, weil er noch aktiv bleibt, seine Partei weiterhin eine Basis von rund 40 Prozent der Wählerschaft hat, und weil die neue Regierung in wirtschaftlich sehr schwierigen Zeiten antritt. Man wird sehen, ob und wie lange Péter Magyar seine Beliebtheit halten kann.
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