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Kinder Unterricht Pflanze
© Bild:123RF Bildagentur; Halfpoint.

Über 100 Jahre (Um-) Erziehung zum neuen Menschen

Der Sozialismus verbreitete sich nach der erfolgreichen Revolution in Russland 1917 weltweit wie ein Lauffeuer, auch unter westlichen Intellektuellen. Angesichts sozialer Ungleichheiten nicht nur in Monarchien erhofften sie sich die Schaffung eines neuen Menschen durch (Um-) Erziehung.

Erwin Rigo | Gesellschaft | 20. Februar 2026

Als Leuchtturm der Progressive Education gilt immer noch der amerikanische Bildungsphilosoph John Dewey, dessen Hauptwerk „Democracy and Education“ 1916, (inzwischen in 25 Sprachen übersetzt) fast alle pädagogischen Reformprojekte bis in die Gegenwart beeinflusst – aller Umstrittenheit zum Trotz. Er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass aus Erziehung das wurde, was heute als “Social Engineering” bekannt ist.

Spätestens seit den 1970er Jahren erfolgte im Bildungsbereich eine ähnliche ideologische Gleichschaltung wie im Finanz- und Wirtschaftssektor, global vorangetrieben von UNESCO und seit Gründung der EU etwa auch durch die Erasmus-Austauschprogramme.  Bildung wurde zunehmend als Qualifizierung zur Lebensbewältigung verstanden. Heute spricht man fast nur noch von “Kompetenzen”, die staatlich verordnet werden.

Längst stellt sich jedoch die Frage, ob reformpädagogische Prinzipien tatsächlich noch brauchbare Lösungen für die Gegenwart bieten. Reicht es wirklich, nur “Kompetenzen” zu erlernen, wenn Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch ist, die Produktion bald von Robotik geleistet wird und die Zukunftsaussichten vieler Berufe eher schlecht sind, da diese bald überflüssig werden?

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