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medienfoerderung

Angeblich sind die Bürger sehr mit ihnen zufrieden: Charles Michel, Ursula von der Leyen und Kaja Kallas in Brüssel im Juni 2024. © CommonsWikimedia, EU.

Umfragen als Macht-Instrument der EU

Die EU-Kommission nutzt Umfragen gezielt, um ihre Agenda durchzusetzen. So etwa bezahlt sie Agenturen, obwohl sie selbst auf dem Prüfstand steht. Suggestivfragen und unklare Auswahl der Interviewpartner lenken die Ergebnisse in die gewünschte Richtung. Von den Medien wird diese Propaganda dennoch unkritisch übernommen.

Gudula Walterskirchen | Politik, Kommentar | 03. Juli 2026

Laut jüngster Umfrage von "Eurobarometer" liegt die Zustimmung zur EU auf einem Rekordhoch. EU-weit halten demnach 74 Prozent der Befragten die Mitgliedschaft für vorteilhaft. 76 Prozent der in Österreich Befragten halten sie für einen Ort der Stabilität, des Friedens, der Sicherheit und des Wirtschaftswachstums. So lautet die kürzlich erfolgte Aussendung der APA, der österreichischen Presseagentur.

Da reibt man sich als Bürger ungläubig die Augen: ist nicht EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas eine der ärgsten Kriegstreiberinnen? Haben wir nicht eine schlimme Rezession? Rüstet die EU nicht gerade massiv auf? Das stimmt doch nicht zusammen!

Dennoch wurde die Meldung wortgleich von vielen Medien übernommen. So lautete etwa die Schlagzeile der „Salzburger Nachrichten“: „Umfrage: EU als Stabilitätsanker in einer unsicheren Welt“. Unter dieser Schlagzeile stand zu lesen, dass 38 Prozent der Österreicher und EU-weit 40 Prozent der Befragten glauben, dass die EU zur Stärkung von Frieden und Sicherheit beitragen. Dies bedeutet allerdings im Umkehrschluss, dass 60 Prozent und mehr NICHT daran glauben, dass diese zu mehr Frieden beiträgt.

Unkritische Medien

Dies wird allerdings nicht erwähnt, wäre aber die Aufgabe kritischer Medien darauf hinzuweisen. Denn ansonst klingt es wie ein PR-Text der EU-Kommission – den übrigens die APA in dieser Form verfasst und wohl ebenfalls von der EU-Kommission wortident übernommen hat. Und man hat auch nicht recherchiert, was es mit diesen Eurobarometer-Umfragen auf sich hat, denn diese sind keine normalen Meinungsumfragen unabhängiger Institute, sondern vor allem eines: Eigen-PR.

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