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medienfoerderung

Sonnenuntergang Hitze Landschaft
© 123RF Bildagentur, Lukas Pernicky.

Was treibt die Hitze?

Es ist heuer wieder ein sehr warmer Sommer. Viele stöhnen unter den in unseren Breiten ungewohnten Hitzetagen. Der Klimawandel ist schuld! So die allgemeine Erklärung. Dabei werden jedoch viele Faktoren ignoriert, die eine Erhitzung begünstigen. Das „Klima“ wird dabei als Ausrede benutzt, um Fehlentwicklungen zu kaschieren.

Gudula Walterskirchen | Kommentar | 14. August 2026

So etwa die verfehlte Raumordnung und Flächenwidmung: In Österreich nahm man den Gemeinden vor etwa 30 Jahren die Einnahmen aus der Getränkesteuer weg, es blieb die Kommunalsteuer. Dies führte dazu, dass die Gemeinden trachteten, auf ihrem Gemeindegebiet möglichst viele Firmen anzusiedeln. Der Finanzausgleich wiederum belohnte größere Gemeinden mit mehr Einwohnern. Also setzte man auf Zuzug und Neubauten. Dies führte weiters dazu, dass Flächen, die zuvor landwirtschaftlich genutzt wurden, für Gewerbeparks und Bauland umgewidmet wurden. Das Ergebnis ist eine zubetonierte und zersiedelte Landschaft, dafür gibt es immer weniger Grünland und Waldflächen im Flachland. Wer an einem Sommertag zuerst in einem Waldstück und dann auf einem Supermarkt-Parkplatz verweilt, spürt deutlich den Unterschied und was das für die lokale Temperaturentwicklung bedeutet.

Zudem gab es ein weitreichendes Urteil, das zum massenhaften Fällen von Bäumen führte. Nach einem Sturm war in Niederösterreich ein Baum auf ein Auto gestürzt und hatte die Lenkerin getötet. Haftbar gemacht wurde der Grundstücksbesitzer. Dies hatte zur Folge, dass die Bürgermeister Sorge hatten, bei einem Abbrechen von Ästen oder umgestürzten Bäumen auf Gemeindegrund persönlich in der Haftung zu stehen. Das Ergebnis: alle Bäume oder zumindest größere wurden gefällt. Wo früher schattige Alleen das Landschafts- und Ortsbild bestimmten, gibt es heute nur mehr kahle Landschaften. Auch die Bauern haben zur baumlosen Landschaft beigetragen und vielerorts die Hecken entfernt, weil sie mehr Ackerland nutzen wollten.

123RF Dreamnikon web© 123RF Dreamnikon.

Ähnlich lief es bei Bahnhöfen, Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden: Zu Zeiten der Monarchie wurden bei allen öffentlichen Gebäuden Bäume gepflanzt. Kein Bahnhof ohne Kastanienbäume davor, kein Bezirksgericht oder Gemeindeamt, das nicht von Bäumen beschattet war. Heute gibt es nur noch asphaltierte Vorplätze, riesige Fensterflächen, auf die die Sonne brennt. Schulen werden zu Backöfen, Bahnhofsvorplätze zu unwirtlichen Asphaltwüsten, die man möglichst rasch verlässt. Asphalt und Beton, die sich untertags aufheizen, geben nachts die Wärme dann auf die Umgebung ab und verhindern die nächtliche Abkühlung.

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