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medienfoerderung

Finnland Evakuierung nach Winterkrieg
Evakuierung der finnischen Zivilbevölkerung in Tyriä Parikkala am Ende des Winterkriegs im März 1940. © CommonsWikimedia, Military Museum.

Wie kam es zum Nato-Beitritt Finnlands?

Am 4. April 2023 wurde Finnland offiziell Mitglied der NATO. Das bedeutete eine tektonische Veränderung zu der Außenpolitik, die das Land seit Ende des Zweiten Weltkriegs prägte.

Wendelin Ettmayer | Kommentar | 10. Juli 2026

Die Grundlage dieser Politik war weitgehend ein „Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand“, der im April 1948 zwischen der Sowjetunion und Finnland abgeschlossen wurde. Dieser Vertrag bestimmte ganz entscheidend die von den Präsidenten Juho Paasikivi und Urho Kekkonen geführte Außenpolitik, wonach sich Finnland militärisch bündnisfrei hielt und gleichzeitig gute Beziehungen zur Sowjetunion pflegte. Dadurch konnte Finnland während des Kalten Krieges seine innenpolitische und wirtschaftliche Eigenständigkeit weitgehend bewahren. Anders als die osteuropäischen Staaten wurde Finnland kein Mitglied des sowjetischen Machtblocks und erhielt sein demokratisches System sowie seine Marktwirtschaft.

Dass dieses „Arrangement“ mit der Sowjetunion nicht ganz auf freiwilliger Basis erfolgte, ergab sich aus der machtpolitischen Konstellation der Nachkriegszeit, schloss ich aber auch aus folgender Episode: Anlässlich eines Nationalvertrags-Empfangs an der österreichischen Botschaft in Helsinki bemerkte ein Gast, das letzte Mal, dass er so viel finnische Prominenz gesehen hat, war bei einer Veranstaltung an der sowjetischen Botschaft, aber, so fügte er hinzu, „dort mussten wir hingehen“.

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