
Gibt es die „reine“ und freie Wissenschaft?
Finanzielle Abhängigkeiten, Interessenkonflikte und Wechselwirkungen mit Politik und Industrie. Gibt es überhaupt freie und reine Wissenschaft und Wissenschaftler? Die Wissenschaftsforschung geht diesen Fragen nach.
Im Verhältnis von Wissenschaft und Politik stellt sich, gerade auch mit Blick auf die vergangenen Jahre, die Frage nach finanziellen Abhängigkeiten, politischen Seilschaften und dem Zustandekommen von spezifischer Forschungsförderung. Vor allem die Frage der Politikberatung führt zu maßgeblichen Problemstellungen und leicht zu Interessenskonflikten bei Wissenschaftlern. Idealerweise befasst sich die sogenannte Wissenschaftsforschung genau mit diesen Zusammenhängen und analysiert sie kritisch.
Die moderne Wissenschaft ist also aufgrund ihres Eingebettet-Seins in staatliche Institutionen wie Akademien und Universitäten immer auch in Verbindung mit Regierung und Staat zu denken, die wiederum enge Verbindungen mit Industrie und Unternehmen pflegen. Diese Verbindung hat sich in den letzten 200 Jahren im Gefüge moderner Nationalstaaten entsprechend ausdifferenziert. Soll heißen: Der politische Einfluss und die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Wissenschaft, Industrie und Politik sind im Laufe dieser Zeit mehr und enger geworden.
Politikberatung während Corona
Es existiert eine grundsätzliche Struktur der modernen Wissenschaft, nämlich die sogenannte Triple Helix, einer dreifachen DNA-artigen Verflechtung von Wissenschaftsinstitutionen (Universitäten und Akademien), Politik und Industrie.

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