
Sind wir noch demokratisch?
Eine Schockwelle geht durch Europa, zumindest in der veröffentlichten Meinung: Ein Land nach dem anderen rückt nach rechts – und links. Extremisten sind im Aufwind! So lautet der Alarmruf. Dies müsse unbedingt gestoppt werden! Das sei gefährlich für die Demokratie! Während man sich ausführlich mit den Ursachen für diesen Trend beschäftigt und vor allem mit der Frage, wie man die entsprechenden Parteien von der Macht fernhalten kann, stellt man sich die wesentliche Frage nicht: Was ist eigentlich das Wesen der Demokratie? Was ist ihr Ziel und was sind ihre Mechanismen?
Über diese Fragen wurden im Laufe der Jahrhunderte, ja Jahrtausende seit dem antiken Griechenland, bereits viele Abhandlungen geschrieben. Diese scheinen jedoch allesamt heute untergegangen zu sein in der alltäglichen, hechelnden Aufgeregtheit. Vergessen in der modernen digitalen Demenz. Demokratie wird, je häufiger und beliebiger er eingesetzt wird, zunehmend ein leerer Begriff. Da es unmöglich ist, das breite Feld des historischen Demokratiediskurses an dieser Stelle auszurollen, einige Denkansätze, die die Behauptungen der Aufgeregten hinterfragen helfen sollen.

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