Land der Bürokraten
Österreich ist ein Hochsteuerland: In kaum einem Land Europas zahlen die Bürger mehr Steuern und Abgaben als hierzulande. Man würde meinen, dafür gäbe es auch entsprechend exzellente Leistungen für die Steuerzahler. Doch nicht immer liefert der Staat das, was sich seine Bürger an Service erwarten. Wie ineffizient sind unsere Behörden? Eine Analyse.
Der Finanzminister muss sparen: Seit Monaten streitet die Koalition, wie man das Budget sanieren könnte und welche Reformschritte es dafür braucht. Vor allem auf sozialdemokratischer Seite stehen dabei die Einnahmen im Fokus, also Steuer- bzw. Abgabenerhöhungen. Und das trotz der Tatsache, dass Österreich bereits jetzt eine der höchsten Steuer- und Abgabenquoten in ganz Europa hat. Die Einnahmen für den Staat sprudeln bereits heute in Rekordhöhe.
Da sollte man meinen, dass wenigstens die Gegenleistung des Staates dementsprechend hoch ist. Zumindest die Zentralleistungen des Staates – die Verwaltung, sowie die Gewährung von innerer und äußerer Sicherheit – sollten effizient und in hoher Qualität zur Verfügung stehen. So zumindest die Theorie. Um das umzusetzen, bedient sich der Staat bekanntlich bestimmter Organe, im Bereich der Verwaltung sind das die Behörden.
Monatelange Verfahren
Und dort mangelt es oft an Effizienz, Schnelligkeit und Flexibilität. Das Problem: Niemand hat gerne und freiwillig mit einer Behörde zu tun, jeder Bürger muss aber solche Einrichtungen quasi qua Existenz mehrmals in seinem Leben aufsuchen. Ob Bauamt, Magistrat, BH, Gemeindeamt – es gibt viele Gründe, weshalb man eine Behörde kontaktiert. Um den Pass zu verlängern, weil man ein Eigenheim bauen möchte oder schlicht, um sich umzumelden.
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