Was macht Israel im Iran?
Seit Anfang Jänner ergießt sich in den sozialen Medien und den westlichen Mainstream-Medien ein Strom von Bildern der Proteste im Iran. Ursprünglich vom Bazar in Teheran als friedliche Proteste gegen die schwierige Wirtschaftslage im Land ausgegangen, arteten diese in Gewalt aus. Ein klares Bild der Lage zu bekommen, ist unmöglich. Immer deutlicher wird jedoch die Rolle des israelischen Geheimdiensts in der Eskalationsspirale.
Ihr Video geht um die Welt und findet in den sozialen Medien einige Nachahmer: Eine junge Frau mit dunklen, offenen Haaren hält in der linken Hand ein brennendes Bild des obersten religiösen Führers des Iran, Ajatollah Ali Chamenei. Im Mundwinkel eine Zigarette. Sie dreht den Kopf leicht nach links und zündet sich mit dem brennenden Porträt ihre Zigarette an. Danach blickt sie selbstbewusst in die Kamera, während sie weiter raucht.
Das Video dauert 35 Sekunden – es wurde in der vergangenen Woche Millionenfach auf TikTok, Facebook, Instagram, X und anderen Kanälen geteilt. Der israelische Nachrichtensender i24News bezeichnet die Akteurin als „Symbol der zentralen Rolle junger Frauen in den aktuellen Protesten im Iran“.
Es ist ein Video mit hohem Symbolgehalt: Die junge Dame steht kämpferisch im Angesicht ihrer Feinde, bedroht von Repression mitten im Iran: Sie trägt keinen Hijab, verbrennt ein Bild von Chamenei, wirft sein Porträt auf den Boden. Sie ist jung, hübsch, modisch gekleidet und raucht. Nicht besser hätte sie als Symbol der Revolution gegen die Ajatollahs in Szene gesetzt werden können. Grafische Bearbeitungen ihres Protests werden von Usern unterschiedlicher politischer Couleur geteilt. Einmal sieht man sie mit buntem Pop-Art-Hintergrund und der Unterschrift „Revolution“, ein anderes Mal mit schwarzer Silhouette als moderne Inkarnation von Che Guevara.
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